Präsenz. Blick. Verletzlichkeit.
Die Serie FACES widmet sich dem menschlichen Gesicht als Spiegel innerer Zustände. Im Mittelpunkt stehen überwiegend weibliche Figuren, deren Präsenz sich zwischen Stärke, Verletzlichkeit und stiller Widerstandskraft bewegt. Mich interessiert dabei weniger das perfekte Porträt als das, was unter der Oberfläche spürbar wird: Spannung, Unsicherheit, Haltung, Erinnerung oder emotionale Brüche. Die Figuren erscheinen direkt und nahbar, gleichzeitig bleiben sie offen und nicht vollständig greifbar. Gerade in dieser Ambivalenz entsteht für mich die eigentliche Kraft der Arbeiten. FACES versteht sich nicht als klassische Porträtserie, sondern als Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Identität und dem Blick auf den Menschen selbst. Die Werke laden dazu ein, genauer hinzusehen und sich auf die leisen Zwischentöne einzulassen, die oft mehr erzählen als das Offensichtliche.
In meiner Kunst geht es um Frauen: Ihre Stärke, Verletzlichkeit und Widerstandskraft. In meinen Werken porträtiere ich Frauen in all ihren Facetten: Roh, ungeschönt, mutig, fragil, aber niemals gebrochen. Ich möchte das sichtbar machen, was oft im Verborgenen bleibt, die Emotionen, die inneren Kämpfe, die leisen und lauten Formen des Widerstands.
Frauen bewegen sich in einem Spannungsfeld aus Erwartungen, gesellschaftlichen Zuschreibungen und innerer Freiheit. Sie werden bewundert und unterschätzt, gefeiert und kritisiert, verehrt und blockiert. In meinen Gemälden spüre ich diesen Widersprüchen nach.
Ich verstehe meine Kunst als Dialog. Ein Dialog mit der Betrachterin, mit dem Betrachter, mit den Stimmen, die Frauen formen, aber auch einengen. Ich lade dazu ein, genau hinzusehen: in die Augen meiner Porträtierten, in ihre Körperhaltungen, in die subtilen Botschaften, die unter der Oberfläche verborgen liegen. Jede Frau in meinen Werken erzählt ihre eigene Geschichte: Manche voller Kraft, manche ganz still, aber jede von ihnen mit einer unübersehbaren Präsenz.






